Hecht

Ein Traum für Fischer

Fischen in Lappland – ein Traum für Fischer

In Mitteleuropa liegt die Bevölkerungsdichte bei zweihundert Einwohnern pro Quadratkilometer, bei uns bei einem. Deshalb ist es möglich, dass Sie während einer ganzen Woche beim Fischen absolut niemandem begegnen.

Hier in der letzten Wildnis Europas sind nicht nur richtige Urwälder zu finden, sondern ökologisch gesunde Seen, Bäche und Flüsse. Denn eine intensive Landwirtschaft wie in Mitteleuropa, die mit massivem Dünger- und Pestizid-Einsatz das Wasser vergiftet, gibt es hier nicht.

Die Fischarten im Lappland

Die Gewässer rund um die Lodge sind voll von Fischarten, die im Rest Europas durch Umweltverschmutzung oder Überfischung selten geworden sind.

Der Hecht ist der häufigste Grossfisch in den Gewässern Lapplands. In vielen grossen und kleinen Seen ist er besonders zahlreich, wird aber nicht überall deutlich länger als einen Meter. Sehr kapitale Exemplare leben im Kaitum. Dort wurden schon Hechte bis knapp 20 Kilo gefangen.

Barsche (Egli) sind ebenfalls zahlreich in vielen Seen und erreichen sehr gute Durchschnittsgrössen. Keineswegs selten werden Barsche gefangen, die mehr als 40 cm lang sind.

Bachforellen finden sich vor allem in den schnell strömenden Abschnitten der Fliessgewässer, aber ebenso in geeigneten Seen. In den Seen nennt man sie dementsprechend Seeforelle.

Arktische Saiblinge kommen in einigen tiefen Seen der Umgebung und oben im Fjäll vor. Da sie meist in der Tiefe leben und sehr kaltes Wasser bevorzugen, sind sie aber am einfachsten beim Eisangeln und nach dem Wegtauen des Eises in Juni zu fangen.

Der Namaycush-Saibling stammt aus Kanada und wurde in einigen Seen der Umgebung ausgesetzt. In der Nähe der Lodge kann man ihn zum Beispiel im Storsjön fangen.

Den Wildlachs gibt es im Kaitum. Auch wenn er nicht überall geangelt werden darf, kann man den König des Nordens im Juli dort mit etwas Glück bei seinen brachialen Sprüngen in der Flussmitte beobachten.

Die Äsche ist die hübsche Königin des Kaitums. Der Kaitum, der nur wenige Kilometer von der Logde entfernt fliesst, gilt als einer der besten Äschenflüsse der Welt. Exemplare über 40 Zentimeter können täglich gefangen werden, über 60 cm sind möglich.

Ausserdem können auch Elritze und Renken (Felche, Maräne), Quappe (Rutte), Rotauge, Brassen oder Aland vorkommen.

Für Spinnfischer

Die Fische Lapplands sind Räuber, die sich von anderen Tieren wie Kleinkrebse, Insekten und Larven, Würmer und Egel, Frösche und kleinen Fischen ernähren. Wer sie fangen will, muss also mit seinem Köder diese Nahrungstiere nachahmen. 

Die besten Köder in den Gewässern rund um die Logde sind Spinner und Spinnerbaits. Je nach verwendeter Grösse sind sie vielseitig einsetzbar und fangen von Äsche und Forelle über Barsch und Hecht einfach alles. Ähnlich vielseitig sind auch Blinker. Die grösseren Modelle sind für Hecht und Namaycush-Saiblinge brauchbar mit den kleineren und mittleren bekommt Ihr auch Barsche, Forellen und Äschen an den Haken. Weichplastik-Köder funktionieren perfekt auf Barsch und Hecht. Allerdings solltet Ihr genügend Ersatz dabei haben, denn die Hechtzähne zerstören das weiche Material schnell.

  • Wegen der vielen Hechte muss beim Hecht- und Barschangeln mit Spinnködern immer ein Stahlvorfach verwendet werden, damit der Hecht mit seinen scharfen Zähnen die Angelschnur nicht durchbeisst. Auch beim Äschenangeln im Kaitum sollte immer mit Hechten gerechnet werden.

Für Fliegenfischer

Die Saison im Norden ist kurz, aber extrem intensiv. Nicht ohne Grund gilt der nahe Kaitum als das Mekka der Fliegenfischer. Wenn das Wetter passt, steigen die Äschen fleissig und beinahe ganztägig. Die beste Zeit für die Trockenfliege ist wohl Anfang Juli.

Dann treibt ein „Endlosfilm“ an Insekten den Kaitum hinunter: vor allem Steinfliegen, Köcherfliegen und Eintagsfliegen, aber auch Maifliegen (die hier deutlich später als im Mai schlüpfen) und Ameisenköniginnen, wovon die bis 2 Zentimeter grosse, lackschwarze Rossameise wohl die beeindruckendste ist.

Auch die Streamer-Angelei ist äusserst erfolgreich. Je nach Grösse des Streamers kann von Äsche bis Hecht alles damit gefangen werden. Am effektivsten sind Muster, die Elritze, Neunstachligen Sticling oder kleine Renken und Barsche imitieren. Wer die Nymphenfischerei liebt, sollte auf die Larven-Imitate von Stein-, Eintags- und Köcherfliegen setzen und in den Stromschnellen unbedingt einen Bissanzeiger verwenden.

Die Ausrüstung

Neben dem Fischergeschirr soll auf eine solide Bekleidung geachtet werden. Wathose und strapazierfähige Regenjacke sind Pflicht. Ein Watstock ist für jene, die im Wasser zu Fuss fischen wollen, ebenfalls ein unbedingtes Muss.

Denn viele Gewässer lassen sich zwar aufgrund des steinigen Unter-grundes watend beangeln, jedoch kann der Untergrund aus grobem Geröll bestehen, wo der Watstock üble Ausrutscher wirksam verhindern hilft.

Für die Angelei auf den Seen können Bellyboote und Schlauch-boote von Zuhause mitgenommen werden. In den Seen bei der Loge steht auf Wunsch auch ein Motorboot zur Verfügung.

Eine besondere Angelei ist das Fischen von professionell ausgerüstet Angelkajaks, die wir 2017 inklusive Guiding anbieten werden.

Anfragen bitte per Mail oder Telefon an.

Text und Bilder auf dieser Seite von Sven Halletz – www.elbe-kajak.de